
Aus der Geschichte der Borker Schulen...
ca. 1675
Erste Nennung einer Schule in Bork ohne nähere Angaben.
1832
Rund 200 Kinder werden in zwei Klassen von zwei Lehrern unterrichtet.
1845
Auf Druck der Regierung in Münster wird eine Mädchenschule eingerichtet. Jungen und Mädchen werden nun getrennt unterrichtet. Der Standort all dieser ersten Schulen war in der Nähe der Kirche. Die Gebäude wurden inzwischen abgerissen.
1897
Bau des ersten Schulgebäudes an der Waltroper Straße.
Zwei Klassenräume und eine Lehrerwohnung werden errichtet.
Hier beginnt die Geschichte der Grundschule "Auf den Äckern".
Dieser Name wurde wahrscheinlich zunächst gebraucht, um den Standort von den Gebäuden am Kirchplatz zu unterscheiden. So war eine alte Flurbezeichnung Namensgeber für unsere Schule.
1922
Durch einen Anbau wird die Schule um zwei neue Klassenräume erweitert.
Die Schülerzahl war inzwischen auf 407 Kinder angewachsen.
Die Mädchenoberklasse behält ihren Standort.
Ein Raum am Kirchplatz wird nun für Jugendgruppen zur Verfügung gestellt.
Der andere Raum wird als Turnraum genutzt.
1938
Der Betsaal an der Luisenstraße wird als provisorische Turnhalle eingerichtet und von den Schulen Bork, Hassel und Netteberge genutzt, aber schon ein Jahr später wieder geschlossen, weil die Regierung diesen Raum für andere Zwecke beschlagnahmt.
1939
Um Schutz vor Bombenangriffen zu schaffen, mussten die Jungen der Oberklasse Splittergräben auswerfen, die später Holzverkleidungen und Regendächer bekamen.
Da sich bei feuchtem Wetter aber immer Wasser in diesen Gräben sammelte, mussten die Kellerräume im alten Teil des Schulgebäudes bei Fliegerangriffen aufgesucht werden.
1945
Der Krieg neigt sich dem Ende zu. Am 15. März wird Bork Frontgebiet und der Unterricht wird eingestellt. Das Schulgebäude wird nun von ehemaligen Zwangsarbeitern genutzt. Dabei kommt es zu erheblichen Zerstörungen am Gebäude und dem Inventar.
Vieles wird als Heizmaterial genutzt.
Am 5. November wird der Unterricht wieder aufgenommen.
1948
Durch den Krieg und die Vertreibung sind so viele evangelische Mitbürger nach Bork gezogen,dass im Gebäude der Äckernschule nun auch eine zweiklassige ev. Volksschule eingerichtet wird.
1952
Unsere Schule ist mal wieder zu klein geworden. Zwar sind jetzt nur noch 380 Kinder in der Äckernschule, aber der Klassendurchschnitt ist auf 49 Schüler gesunken. So werden nun insgesamt 8 Klassenräume benötigt.
Ein erneuter Anbau mit vier Klassen, dem jetzigen Lehrerzimmer und den Verwaltungsräumen wird errichtet.
1953
Im Keller dieses Erweiterungsgebäudes wird eine Bürgerdusche eingerichtet. Diese kann jeder Einwohner aus Bork gegen eine geringe Gebühr benutzen. Die Bodenfliesen in diesem Raum sind heute noch erhalten und sind der richtige Untergrund für unseren neuen Werk- und Bastelkeller.
1956
Alle Klassenräume erhalten Lautsprecher. So kann der Schulfunk für alle Kinder übertragen werden.
1964
Endlich ist auch die Turnhalle fertig. Sie ist noch heute der von vielen Kindern am meisten geliebte Unterrichtsraum.
1968
Im Zuge der Neuordnung des Schulwesens wird im Gebäude der Äckernschule eine Gemeinschaftshauptschule errichtet. Sie nimmt die Kinder der 5. - 9. Jahrgangsstufen aus den Ortsteilen Bork, Hassel, Cappenberg und Netteberge auf. 351 Kinder werden in 9 Klassen unterrichtet.
Die Kinder der Grundschulen werden im neuen Gebäude der evangelischen Schule untergebracht. Sie sind aufgeteilt in eine evangelische Grundschule mit zwei Klassen und eine katholische mit fünf Klassen.
1969
Ein eigenes Fernsehgerät ermöglicht den Äckernschülern nun auch die Teilnahme am Schulfernsehen und den Genuss von Unterrichtsvideos.
1970
Auf Beschluss des Borker Gemeinderates soll nach dem durchgeführten Bestimmungsverfahren eine kath. Bekenntnisschule und eine Gemeinschaftsgrundschule eingerichtet werden.
Mit Beginn des Schuljahres wird das neue Hauptschulgebäude fertig und die beiden Grundschulen beziehen wieder die Äckernschule und das Schulhaus in Hassel.
1983
Bei der Lernanfängeranmeldung erreicht die kath. Bekenntnisschule nicht die erforderliche Zahl zur Bildung einer Klasse. Durch Anordnung der Bezirksregierung ist sie somit zu schließen. Von nun an werden alle Borker Grundschüler in einer Gemeinschaftsgrundschule unterrichtet. Diese hat zwei Standorte:
Äckernschule und Schulhaus Hassel.
1996
Die Schule ist wieder einmal zu klein. Vor allem aber stinken die Toiletten zum Himmel.
So gibt es nun den vierten Bauabschnitt mit zeitgerechten Toiletten für Schüler und Lehrer, einer Schulküche, einem Klassenraum sowie einem großzügigen Musik- und Tanzraum.
Nach Planungen durch Schüler, Eltern und Lehrer wird vom Umwelthaus unter erheblicher finanzieller Beteiligung des Fördervereins der Schulhof als Spiellandschaft gestaltet.
1999
Aus dem alten Kaninchenstall des Hausmeisters wird durch großzügige Spenden und der Eigenleistung der "Big Bagger Aktion" ein von den Kindern geliebtes Spielehaus.
2000
Die Äckernschule wird mit neuen Medien ausgestattet. Die Verkabelung der Schule für den Internetzugang wird von den Hausmeistern, Eltern und Lehrern in Eigenhilfe ersteilt. Stadt und Land unterstützen die Neueinrichtung nach besten Kräften.
2003
Unsere Schule erhält eine eigene "Homepage".
2003
Verabschiedung des Schulleiters Meinolf Schröder in den Ruhestand.
2003
Ernennung der neuen Schulleiterin Cäcilia Halfmann.
2005
Einrichtung der OGS.
2008
Im August 2008 wird zum letzten Mal eine Klasse am Standort Hassel eingeschult.
2009
Seit dem 1.8.2009 bildet auf Beschluss des Rates der Stadt Selm auch die ehemalige Freiherr-vom-Stein-Schule in Cappenberg einen Teilstandort der Grundschule auf den Äckern, die nun aus drei Schulhäusern besteht.
2009
Renovierung und Neugestaltung der Fassade des Gebäudes am Standort Bork.
2010
Auf Beschluss des Rates der Stadt Selm wird der Standort in Hassel zum Ende des Schuljahres 2009/10 aufgelöst. Die verbliebenen Klassen 3c und 4c siedeln zur Waltroper Straße um.
TOP | zurück

